Satz des Jahres 2025 gewählt

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Satz des Jahres 2025 gewählt

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„Wir sind nicht im Krieg, aber wir sind auch nicht mehr im Frieden.“ ist Satz des Jahres 2025

Eine Jury bestehend aus dem Kommunikationspsychologen Prof. Dr. Friedemann Schulz von Thun, der Kabarettistin Turid Müller und dem Strategieberater Milon Gupta hat am 5. Januar den Satz des Jahres 2025 bekannt gegeben. Gewonnen hat mit „Wir sind nicht im Krieg, aber wir sind auch nicht mehr im Frieden.“ ein Satz, den Bundeskanzler Friedrich Merz am 29. September 2025 beim Ständehaus-Treff der Rheinischen Post in Düsseldorf sagte. Der Satz des Jahres fiel als Antwort auf die Frage, wie die Kriegsgefahr für Deutschland einzuschätzen sei. Hintergrund waren wiederholte Luftraumverletzungen durch Drohnen in Dänemark und Schleswig-Holstein, die nach Vermutung des Kanzlers auf Russland zurückgingen.

Nach Ansicht der Jury drücke der ausgewählte Satz prägnant die veränderte Sicherheitslage Deutschlands aus, die nach Einschätzung der deutschen Sicherheitsbehörden durch zunehmende hybride Angriffe Russlands charakterisiert sei. Merz’ Aussage stehe in Kontinuität zum Satz des Jahres 2022, in dem der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz nach dem russischen Überfall auf die Ukraine von einer „Zeitenwende“ sprach.

In den Bewertungskategorien Relevanz, Wirkung und Prägnanz stufte die Jury den Satz unter allen Vorschlägen am höchsten ein. Der Satz fand ein großes Medienecho. So titelte beispielsweise das Magazin Stern am 30. September: „Kein Frieden mehr? Der schockierende Satz des Kanzlers“. Auch wenn in Verteidigungskreisen bereits vorher ähnliche Äußerungen gefallen waren, fand erst die pointierte Aussage des deutschen Bundeskanzlers über die Sicherheitslage breite öffentliche Aufmerksamkeit.

Weitere Platzierungen

„Wir sind die Brandmauer.“
Parole von Demonstrierenden bei bundesweiten Protesten am 25. Januar gegen den zunehmenden Rechtsruck und eine Zusammenarbeit mit der AfD.

„Es ist nicht mehr fünf vor zwölf – es ist fast 19:33.“
Transparent bei Protesten gegen die AfD und den erstarkenden Rechtsextremismus am 2. Februar in Baden-Württemberg.

„Aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem.“
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am 15. Oktober in Potsdam zur Migrationspolitik und den geplanten Rückführungen.

„Deutschland kann mehr.“
Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger am 25. November auf dem Deutschen Arbeitgebertag zum ungenutzten wirtschaftlichen Potenzial Deutschlands.

Insgesamt waren 24 Vorschläge bei der Jury eingegangen. Das Hauptkriterium für die ausgewählten Sätze war, dass sie wichtige gesellschaftliche Themen oder Ereignisse im Deutschland des Jahres 2025 auf den Punkt bringen, welche viele Menschen in Deutschland bewegt haben.

Hintergrund der Aktion

Der Satz des Jahres wurde in diesem Jahr zum 17. Mal bekannt gegeben. Die Aktion, die es seit 2009 gibt und die von Milon Gupta ins Leben gerufen wurde, ist privat organisiert und verfolgt keine kommerziellen oder parteipolitischen Absichten. Ihr Ziel ist es, die Menschen in Deutschland für den öffentlichen Gebrauch von Sprache zu sensibilisieren und prägnante Aussagen, die repräsentativ für ein Jahr sind, vor dem Vergessen zu bewahren.

Sätze der vergangenen Jahre

  • 2024: „Sei ein Mensch!“ – Sportjournalist Marcel Reif im Bundestag bei einer Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus
  • 2023: „Nie wieder ist jetzt!“ – In zahlreichen Kampagnen und Demonstrationen verwendeter Appell gegen Antisemitismus und Israelhass
  • 2022: „Wir erleben eine Zeitenwende.“ – Bundeskanzler Olaf Scholz
  • 2021: „Besiegen wir das Virus nicht weltweit, kommt es mit dem nächsten Flieger zurück.“ – Bundesentwicklungsminister Gerd Müller
  • 2020: „Hass ist keine Meinung.“ – Heinrich Bedford-Strohm, EKD-Ratsvorsitzender
  • 2019: „Bitte hört auf die Wissenschaft!“ – Klimaaktivistin Luisa Neubauer
  • 2018: „Ich lasse mich nicht von einer Kanzlerin entlassen, die nur wegen mir Kanzlerin ist.“ – Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU)
  • 2017: „Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren.“ – FDP-Vorsitzender Christian Lindner
  • 2016: „Wir haben im Moment keinen Zustand von Recht und Ordnung.“ – Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU)
  • 2015: „Wir haben so vieles geschafft – wir schaffen das!“ – Bundeskanzlerin Angela Merkel
  • 2014: „Wer dauerhaft hier leben will, soll dazu angehalten werden, im öffentlichen Raum und in der Familie deutsch zu sprechen.“ – CSU-Leitantragsentwurf zu „Bildung – Migration – Integration“
  • 2013: „Das Internet ist für uns alle Neuland.“ – Bundeskanzlerin Angela Merkel
  • 2012: „Mir fehlte das Fingerspitzengefühl.“ – SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück
  • 2011: „Fukushima hat meine Haltung zur Kernenergie verändert.“ – Bundeskanzlerin Angela Merkel
  • 2010: „Die Zeit der Basta-Politik ist vorbei.“ – Stuttgart-21-Schlichter Heiner Geißler
  • 2009: „Das steht mir zu.“ – Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt zur Dienstwagenaffäre

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Über meinen Blog

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Hier geht es um alles, was Text- und Büchermenschen wie mich interessiert. Neben sprachlichen und kulturellen Themen sowie solchen aus der Welt der Bücher sind das unter anderem das (kreative) Schreiben, Redewendungen und ihre Herkunft, skurrile Schlagzeilen und das eine oder andere unnütze Wissen. Und da immer mal wieder Menschen wissen möchten, wie ich denn eigentlich zu meinem Beruf der Lektorin gekommen bin, werde ich hier auch hin und wieder etwas aus dem Nähkästchen plaudern, um genau solche Fragen zu beantworten.
Außerdem informiere ich über Neuigkeiten aus der Welt der Bits und Bytes, etwa wenn Google mal wieder an seinem Algorithmus schraubt und es neue Rankingfaktoren für Internetseiten gibt.

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