Am 27. Mai 2026 durfte ich wieder einen Kurs mit dem Titel KI-Programme kennenlernen, verstehen und im Alltag nutzen geben. Die Schulung fand im Auftrag der Regionalstelle Süd des Paritätischen Wohlfahrtsverbands in deren Räumlichkeiten in Halle (Saale) statt.
An der Veranstaltung nahmen neben dem Organisator und mir zehn weitere Personen teil, die den Umgang mit einem Tablet sowie die Nutzung und Funktionsweise verschiedener KI-Programme wie ChatGPT, Google Gemini, Google Lens, Microsoft Copilot und Perplexity erlernen wollten.
Kursinhalte: Diese KI-Themen wurden behandelt
Alle Teilnehmer arbeiteten an für den Kurs zur Verfügung gestellten Tablets, auf denen die relevanten KIs bereits vorinstalliert worden waren.


Themenschwerpunkte waren:
- Informationen finden
- Wege planen
- Briefe und Formulare verstehen
- Eigene Texte schreiben
- Sprachen lernen
- Text aus Dokumenten transkribieren
- Anregungen für Kochrezepte finden
- Inhalte auf Dokumenten, Fotos oder dem Bildschirm erkennen und weiterverarbeiten
Der Kurs hatte zum Ziel, den Teilnehmern die Angst vor der modernen Technik zu nehmen, und war in drei Teile gegliedert: ein theoretischer Teil, ein praktischer Teil unter meiner Anleitung und eigenständige praktische Übungen.
Theorie: KI-Grundlagen
Nachdem ich mich kurz vorgestellt hatte, begannen wir mit den theoretischen Grundlagen: Die Teilnehmer erfuhren, woher die meisten namhaften KI-Programme kommen und welche mitunter großen Firmen dahinterstecken. Außerdem ging es um die Definition des Begriffs Künstliche Intelligenz sowie darum, was genau Sprach-, Welt- und Visionsmodelle sind und was diese können.
Weiter ging es mit den verschiedenen Arten von Künstlicher Intelligenz und der Frage, wo uns KI im Alltag bereits begegnet war, lange bevor es diesen Begriff gab. Solche Dinge wie Autokorrektur und Wortvorschläge, Fahrassistenzsysteme im Auto (z. B. Einparkhilfe, Spurhalteassistent) oder Sprachassistenten (z. B. Siri, Alexa, Google Assistant) waren den meisten Teilnehmern einleuchtend oder wurden teilweise von ihnen als Beispiele genannt.
Anschließend beschäftigten wir uns damit, welches KI-Programm sich am besten wofür eignet: Während manche KIs direkt auf aktuelle Web- und Kartendaten zugreifen, also bestens für das Einholen aktueller Infos geeignet sind, nutzt man andere wiederum eher, wenn es ums verständliche Erklären oder Zusammenfassen von Texten oder auch um das Anpassen von Ton und Stil geht. Praktisch kann es aber auch sein, die Kamera eines Smartphones oder Tablets mit einer Suchmaschine zu verbinden: So lassen sich die verschiedensten Dinge mit der Kamera erkennen, analysieren oder direkt weiterverarbeiten.
Bevor es an die praktischen Übungen ging, beschäftigten wir uns noch mit den Begriffen Maschinelles Lernen, Deep Learning und Algorithmen sowie den Fragen, wie intelligent Künstliche Intelligenz eigentlich ist und ob sie Vorurteile hat.
Praxis: Erste Erfahrungen mit KI-Tools
Im Praxisteil probierten die Teilnehmer die zuvor genannten KI-Programme rege aus, verglichen die Antworten verschiedener KIs miteinander und testeten, wie man Bilder oder Dateien hochladen, Bilder scannen bzw. Inhalte auf Dokumenten, Fotos oder einem Bildschirm erkennen und weiterverarbeiten kann.
Neben dem Schreibmodus widmeten wir uns auch der Spracheingabe, die die Nutzung von KI grundsätzlich bequemer, schneller und intuitiver macht, da Gedanken direkt ausgesprochen statt eingetippt werden können.
Apropos ausgesprochen: Ausgesprochen beeindruckt haben mich die überaus kreativen Ergebnisse der eigenständigen praktischen Übungen der Teilnehmer. Während einige noch dabei waren, sich mit den Tablets und KI-Programmen vertraut zu machen und sich an meinen vorbereiteten Übungen zu versuchen, waren andere schon etwas geübter und probierten sich mutig aus: An einem Tisch wurden fleißig Selfies gemacht oder die Teilnehmer fotografierten sich gegenseitig. Die KI sollte diese Fotos anschließend in Bilder im Manga-Stil oder so umwandeln, als seien die Motive gezeichnet worden. Die Teilnehmer formulierten dafür jeweils einen entsprechenden Prompt und probierten auch Anweisungen wie Mach das Bild bitte schöner und räume den Tisch auf. aus, was ebenfalls wunderbar klappte.
Hier die wirklich sehenswerten Ergebnisse (links jeweils die Originalaufnahme, rechts das Werk der KI):








Positive Rückmeldungen
Zum Schluss bat ich die Teilnehmer wie am Ende eines jeden Kurses um ihre Schulungsbewertungen, da mich wie immer interessierte, wie es ihnen gefallen hat und was ich künftig möglicherweise noch verbessern könnte. Dafür hatte ich im Vorfeld einen QR-Code erstellt, den sich nun jeder mit dem Tablet scannte und der zu einem von mir entwickelten Formular mit einem kurzen Fragebogen führte. Das Scannen des QR-Codes war für einige Teilnehmer eine ebenfalls neue Erfahrung, konnte aber bei dieser Gelegenheit gleich geübt werden.
Danksagung
Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Organisatoren und Teilnehmern, die den Kurs überhaupt erst ermöglicht haben:
- Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Landesverband Sachsen-Anhalt e. V.
- Selbsthilfekontaktstelle Halle-Saalekreis
Mein besonderer Dank gilt den Teilnehmern, deren Offenheit, Interesse und aktive Beteiligung wesentlich zum Erfolg des Kurses beigetragen haben.