Am 19. September 2026 durfte ich wieder einen Kurs mit dem Titel KI-Programme kennenlernen, verstehen und im Alltag nutzen geben. Die Schulung fand im Auftrag der Selbsthilfekontaktstelle Halle-Saalekreis in deren Räumlichkeiten in Halle (Saale) statt.
Als ich ankam, war außer dem Organisator und der Einrichtungsleiterin der Regionalstelle Süd des Paritätischen Wohlfahrtsverbands noch niemand weiter da, sodass ich Zeit für meine Vorbereitungen hatte und einen ersten Kaffee genießen konnte.




Nach und nach füllte sich dann der Schulungsraum mit Teilnehmern, die alle gekommen waren, um den Umgang mit einem Tablet sowie die Nutzung und Funktionsweise verschiedener KI-Programme wie ChatGPT, Google Gemini, Google Lens, Microsoft Copilot und Perplexity zu erlernen.
Kursinhalte: Diese KI-Themen wurden behandelt
Viele der Teilnehmer arbeiteten an für den Kurs zur Verfügung gestellten Tablets, auf denen die relevanten KIs bereits vorinstalliert worden waren. Einige nutzten auch ihre eigenen mobilen Endgeräte, also Handys oder Tablets.
Themenschwerpunkte waren:
- Informationen finden und Wege planen
- Briefe und Formulare verstehen
- Eigene Texte schreiben
- Sprachen lernen
- Anregungen für Kochrezepte einholen
- Pflanzen bestimmen
- Inhalte auf Dokumenten, Fotos oder Bildschirm erkennen und weiterverarbeiten
- Bilder kreativ verändern
- Alte Schriften verständlich machen (Beispiel: Sütterlin)
Der Kurs hatte zum Ziel, den Teilnehmern die Angst vor der modernen Technik zu nehmen, und war in drei Teile gegliedert: ein theoretischer Teil, ein praktischer Teil unter meiner Anleitung und eigenständige praktische Übungen.
Theorie: KI-Grundlagen
Nachdem ich mich kurz vorgestellt hatte, begannen wir mit den theoretischen Grundlagen: Die Teilnehmer erfuhren, woher die meisten namhaften KI-Programme kommen und welche mitunter großen Firmen dahinterstecken. Außerdem ging es um die Definition des Begriffs Künstliche Intelligenz und darum, was diese kann.
Weiter ging es mit der Frage, wo uns KI im Alltag bereits begegnet war, auch wenn wir diesen Begriff damals noch nicht benutzten: Autokorrektur und Wortvorschläge, Fahrassistenzsysteme im Auto (z. B. Einparkhilfe, Spurhalteassistent) oder Sprachassistenten (z. B. Siri, Alexa, Google Assistant) waren dabei nur ein paar der genannten Beispiele.
Anschließend beschäftigten wir uns damit, welches KI-Programm sich am besten wofür eignet: Während manche KIs direkt auf aktuelle Web- und Kartendaten zugreifen, also bestens für das Einholen aktueller Infos geeignet sind, nutzt man andere wiederum eher, wenn es ums verständliche Erklären oder Zusammenfassen von Texten oder auch um das Anpassen von Ton und Stil geht. Praktisch kann es aber auch sein, die Kamera eines Smartphones oder Tablets mit einer Suchmaschine zu verbinden: So lassen sich die verschiedensten Dinge mit der Kamera erkennen, analysieren oder direkt weiterverarbeiten.
Um zu zeigen, was alles möglich ist und wie sich auch Bilder kreativ verändern lassen, präsentierte ich außerdem einige Ergebnisse von Teilnehmern aus meinen bisherigen Kursen – unter anderem aus dem KI-Kurs für Anfänger in Halle (Saale) von Ende Mai und aus dem KI-Kurs für Anfänger in Zeitz von Ende Juni 2026.
Ein ebenfalls – nicht nur für mich – spannendes Thema war das Übersetzen von Sütterlin, einer historischen deutschen Schreibschrift, die Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt und insbesondere in Schulen gelehrt wurde. Zunächst versuchten die Teilnehmer selbst zu entschlüsseln, welches Wort oder welchen Satz ich auf dem Bildschirm eingeblendet hatte, bevor ich die Lösung mithilfe der KI auflöste. Dabei zeigte sich, wie meinerseits bereits im Vorfeld beobachtet, dass die KI-Modelle unterschiedlich gut mit dem Entziffern alter Schriften zurechtkamen. Da ein Modell bereits während meiner Vorbereitung wiederholt falsche Ergebnisse geliefert hatte und dies auch im Kurs erneut auftrat, griff ich bei den weiteren eingeblendeten „Sütterlin-Rätseln“ nur noch auf die KI zurück, die sich in meinen Vorbereitungen bereits als zuverlässig erwiesen hatte.
Praxis: Erste Erfahrungen mit KI-Tools
Im Praxisteil probierten die Teilnehmer die zuvor genannten KI-Programme rege aus, verglichen die Antworten verschiedener KIs miteinander und testeten, wie man Bilder oder Dateien hochladen, Bilder scannen bzw. Inhalte auf Dokumenten, Fotos oder einem Bildschirm erkennen und weiterverarbeiten kann.
Neben dem Schreibmodus widmeten wir uns auch der Spracheingabe, die die Nutzung von KI grundsätzlich bequemer, schneller und intuitiver macht, da Gedanken direkt ausgesprochen statt eingetippt werden können.

Positive Rückmeldungen
Zum Schluss bat ich die Teilnehmer wie am Ende eines jeden Kurses um ihre Schulungsbewertungen, da mich wie immer interessierte, wie es ihnen gefallen hat und was ich künftig möglicherweise noch verbessern könnte. Dafür hatte ich im Vorfeld einen QR-Code erstellt, den sich nun jeder mit dem Tablet scannte und der zu einem von mir entwickelten Formular mit einem kurzen Fragebogen führte. Das Scannen des QR-Codes war für einige Teilnehmer eine ebenfalls neue Erfahrung, konnte aber bei dieser Gelegenheit gleich geübt werden.
Danksagung
Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Organisatoren und Teilnehmern, die den Kurs überhaupt erst ermöglicht haben:
- Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Landesverband Sachsen-Anhalt e. V.
- Selbsthilfekontaktstelle Halle-Saalekreis
Mein Dank gilt auch den Teilnehmern, deren Neugier, Interesse und aktive Beteiligung wesentlich zum Gelingen des Kurses beigetragen haben.