Jugendwort des Jahres 2023 gewählt

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Jugendwort des Jahres 2023 gewählt

Jugendwort des Jahres 2023: goofy

„Goofy“ ist Jugendwort des Jahres 2023

Der Langenscheidt-Verlag in Stuttgart hat am 22. Oktober das Jugendwort des Jahres 2023 bekannt gegeben. Mit rund 39 Prozent der Stimmen konnte sich „goofy“ gegen „Side eye“ (Platz 2) und „NPC“ (Platz 3) durchsetzen. Das Wort gehörte bereits vor vielen Jahren schon einmal zum Sprachgebrauch der Jugendlichen und habe offensichtlich ein klassisches Revival geschafft. Als „goofy“ wird eine tollpatschige oder alberne Person bezeichnet, die andere zum Lachen bringt.

Platzierungen 1 bis 10
(in alphabetischer Reihenfolge)

  • „Auf Lock“ – Abkürzung von „auf locker“; Bedeutung: die Dinge entspannt angehen;
    Beispiel: „Ich gehe mit paar Freunden raus auf Lock!“
  • „Darf er so“ – Ausdruck der Verwunderung und Abkürzung von „Darf er das einfach so sagen?“; wird genutzt, wenn etwas Provokantes gesagt oder getan wurde
  • „Digga(h)“ – oft, aber nicht immer eine Anrede für einen Kumpel oder Kollegen;
    Beispiel: „Ey Digga“ oder auch „Digga, ich hab so Hunger“
  • „goofy“ – Adjektiv im Sinne von „komisch“, „tollpatschig“ oder „weird“
  • „Kerl*in“ – Anrede für einen Freund, die aber meist nur in der maskulinen Form genutzt wird; Herkunft: wahrscheinlich in Anlehnung an ein Meme, das vor allem auf der Plattform Reddit genutzt wird: „Es ist Mittwoch, meine Kerle“
  • „NPC“ – Abkürzung für „Non-Playable-Character”; ist abwertend gemeint und wird genutzt, um klarzustellen, dass jemand unwichtig ist;
    Beispiel: „Guck dir mal den NPC an!“
  • „Rizz“ – die Fähigkeit einer Person zu flirten und verbal charmant zu sein;
    Beispiel: „Der hat richtig Rizz!“ oder „Ich hab ihr meinen Rizz gezeigt und sie gehörte mir.“
  • „Side eye“ – auf Deutsch: „Seitenblick“; wird genutzt, um Verachtung oder Missbilligung auszudrücken
  • „Slay“ – Ausdruck der Zustimmung oder Bewunderung;
    Beispiel: „Dein Outfit sieht gut aus! Slay!“
  • „Yolo“ – steht für „you only live once”; Aufforderung, Chancen zu nutzen und Risiken einzugehen;
    Beispiel: „Boah, das wird teuer! Egal, yolo!“ – Yolo war das Jugendwort 2012

Jugendliche wählen selbst

Die Wahl zum Jugendwort des Jahres fand in diesem Jahr zum 15. Mal statt. Die Beteiligung lag diesmal im hohen sechsstelligen Bereich und fiel damit so hoch wie noch nie aus. Seit 2008 veröffentlicht der Langenscheidt-Verlag das Jugendwort des Jahres. Viele Begriffe sind seitdem generationsübergreifend in den Wortschatz übergegangen, beispielsweise „Yolo“* (2012), „Babo“ (2013) oder „cringe“ (2020). Ursprünglich war das Jugendwort des Jahres noch von einer Jury bestimmt worden; seit 2020 können Jugendliche ihre Vorschläge beim Langenscheidt-Verlag selbst einreichen und ihren Favoriten wählen. So soll gewährleistet werden, dass alle Wörter zum aktiven Sprachgebrauch der 11- bis 20-Jährigen gehören. Ein Gremium des Verlags PONS Langenscheidt achtet lediglich darauf, dass bestimmte Kriterien eingehalten werden. So sind unter anderem Vorschläge mit beleidigendem, rassistischem, sexistischem und homophobem Bezug nicht zulässig.

Jugendwörter der vergangenen Jahre

  • 2022: smash
  • 2021: cringe
  • 2020: lost
  • 2019: –**
  • 2018: Ehrenmann / Ehrenfrau
  • 2017: I bims
  • 2016: fly sein
  • 2015: Smombie
  • 2014 Läuft bei dir
  • 2013: Babo
  • 2012: YOLO
  • 2011: Swag
  • 2010: Niveaulimbo
  • 2009: hartzen
  • 2008: Gammel­fleisch­party

* Manchmal findet sich auch die Schreibweise „YOLO“ (Anmerkung Auf Punkt und Komma).

** Im Jahr 2019 fand keine Wahl statt (Anmerkung Auf Punkt und Komma).

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